zumnachdenken

Eine Geschchte zum Nachdenken

Die Eltern waren glücklich. Endlich war das langersehnte Kind geboren. Nun sollte das freudige Ereignis gefeiert werden. Viele Nachbarn und Freunde wurden eingeladen. Alle kamen. Die Eltern empfingen die Gäste an der Wohnungstür, die Garderobe war bald mit Mänteln zugehängt. Die nächsten Gäste legten ihre Mäntel und Jacken achtlos auf einen Korb, der in einer Ecke stand. Man setzte sich an die festlich gedeckte Tafel. Es wurde gegessen, getrunken. Alle waren in bester Stimmung.

Schließlich erinnerte man sich, warum man so nett beisammen saß: die Gäste wünschten das Kind zu sehen. Die Eltern wollten ihr Kind holen. Aber das Körbchen mit dem Baby stand nicht im Kinderzimmer. Sie schauten im Schlafzimmer, da war es auch nicht. Endlich fanden sie es: im Vorraum, in der Ecke, wo sie es im Durcheinander der ankommenden Gäste vergessen hatten. Sie hoben die Mäntel vom Körbchen und fanden das Kind. Es war fast erstickt. 

 

Ist das nicht eine Geschichte, die unser Leben immer wieder schreibt? Vergessen wir nicht allzu oft, was wir eigentlich gerade feiern wollten? Woran wir uns erinnnern wollten? Vergessen wir nicht zu oft auf das Wesentliche im Leben? Vor allem zu den Feiertagen! Wir schlemmen in uns hinein, haben unseren Spaß. Und vergessen den Ursprung der Feste, vor allem der Großen Feste Weihnachten und Ostern.

Vergessen wir nicht allzuoft unsere Freunde? Im Trubel unserer heutigen schnelllebigen Zeit. Wir vergessen einfach auf MENSCHEN.

 

 

 

Warum

Warum trinken die Menschen, Mami? Es kann das ganze Leben ruinieren. Ich habe jetzt starke Schmerzen, wie Messerstiche so scharf. Der Mann, der mich angefahren hat, Mami, läuft herum, und ich liege hier im Sterben. 

Er guckt nur  dumm. Sag meinem Bruder, dass er nicht weinen soll, Mami. Und Papi soll tapfer sein. Und wenn ich dann im Himmel bin, Mami, schreibt 'Papas Mädchen' auf meinen Grabstein. Jemand hätte es ihm sagen sollen, Mami, nicht trinken und fahren.

Wenn man ihm das gesagt hätte, Mami, würde ich noch leben. Mein Atem wird kürzer, Mami, ich habe große Angst. Bitte, weinen nicht um mich, Mami. Du warst immer da, wenn ich dich brauchte. Ich habe nur noch eine letzte Frage, Mami, bevor ich von hier fortgehe. Ich habe nicht vor dem Fahren getrrunken. Warum bin ich diejenige, die sterben muss?

 

 

 

Das Handy der Zukunft

Tagebucheintrag von Samstag, 19.5.2017: Seit fünf Wochen irre ich ziellos durch die Stadt und ernähre mich von Essensresten aus dem Müll. Zum Glück gibt es noch überall diese Gratiszeitungen, damit ich mich in den kalten Nächten ein wenig zudecken kann, wenn ich unter der Brücke schlafe.

Vor fünf Wochen habe ich also mein Handy verloren - eines der neuesten Generation, das alle Stückerl spielt. Ab und zu schleiche ich noch um mein Auto herum, das seit fünf Wochen auf dem Parkplatz steht. Ich komme aber nicht hinein, und ich könnte es nicht starten - mein Handy diente mir nämlich als Wegfahrsperrenentsperrung. Das hätte aber so und so keinen Zweck, weil ich nicht weiß, wo ich wohne - ich habe mich immer auf die GPS-Funktion meines Handys verlassen. Und auch wenn ich nach Hause fände, könnte ich ohne Handy die Wohnungstür nicht öffnen. Ich kann mir auch nichts kaufen, da man seit Jahren nur mehr mit Handy zahlt. Ab und zu finde ich ein paar alte Euro auf der Straße, aber immer weniger Geschäfte nehmen Bargeld an. Ich wollte bei meinem Netzbetreiber anrufen, um ein neues Handy zu bestellen, - ich weiß aber die Nummer nicht, die war auf meinem allten Handy gespeichert. Genauso wie die Telefonnummern meiner Familie, meiner Freunde und Bekannten. Ich war auch bei der Polizei, aber ohne Handy kann ich meine Identität nicht nachweisen, nachdem vor einigen Jahren alle Ausweise durch das Handy ersetzt wurden.

Diesen Tagebucheintrag schreibe ich mit einem stumpfen Bleistift auf einen Fetzten Papie - beides aus dem Müll. Ich hoffe, das kann irgendjemand noch lesen - meine Schrift ist nämlich fast unleserlich - schließlich habe ich seit Jahren nichts mehr geschrieben, das hat alles der Voice-Recorder meines Handys übernommen. Jetzt treffe ich mich mit einem Kumpel, den das gleiche Schicksal wie mich traf. Ich weiß gar nicht, wie er heißt - er weiß es ja selbst nicht mehr. Sein Name war auf seinem Handy gespeicheret. 

 

 

 

Es ist traurig.............

wenn man alle Rosen hasst nur deswegen, weil man sich an einem Dorn gestochen hat.

wenn man die Träume aufgibt nur, weil der Eine sich nicht erfüllt hat.

wenn man den Glauben verliert nur weil ein Gebet nicht erhört wurde.

wenn man die Anstrengungen, ein Ziel zu erreichen, aufgibt, nur weil man vielleicht einmal versagt hat.

wenn man alle Freunde vergisst, nur weil man von einem betrogen wurde.

wenn man nicht an die Liebe glaubt, nur weil jemand dir untreu war oder deine Liebe nicht erwidert hat.

wenn man alle Chancen, glücklich zu sein wegwirft, nur weil der erste Versuch misslungen ist.

Denke immer daran........

es gibt immer neue Möglichkeiten, neue Freunde, neu Liebe, erneute Kraft. Sei hartnäckig, suche das Glück jeden Tag.

Der sicherste Weg zu scheitern ist aufzugeben. Oft nach der Niederlage kommt der Erfolg. Versuche es immer weiter.

 

 

 

Das Märchen vom Mädchen aus Glas                                                                                                                                                                                                                                                                                           

Ich bin ein kleines Mädchen und lebe im Kaktusgarten. 
Ich bin alleine weil ich alleine sein will, Einsamkeit wählt man immer. 
Andere Menschen machen mir Angst, ich bin doch noch viel zu klein für sie, sie saugen mich aus. Aber zum Glück beschützt mich ja mein Kaktusgarten vor ihnen, auch wenn ich mich selbst darin zerreiße. 
Ich bin ein kleines Mädchen ganz aus Glas. Glatt und mit perfekter, makelloser Oberfläche, kalt, hart, undurchdringlich und ganz ganz zerbrechlich. Wer mich hart trifft oder umschubst der macht mich gleich kaputt. 
Aber mein Kaktusgarten verhindert dass mich jemand kaputt machen kann. 
Menschen glauben mich zu kennen, weil sie doch in mich reinsehen können, durch meine gläserne Haut. Aber gleich darunter hab ich Spiegel aufgestellt die alle Blicke abhalten und den Schein wahren. 
Auch meine Augen sind verspiegelt und deswegen scheinen sie so glänzend und schön und ausdrucksvoll zu sein. 
Und irgendjemand anders fühlt für mich, damit ich mich nicht aus Versehen an meinen eigenen Gefühlen zerbreche. 
Aber irgendetwas, irgendwer ist irgendwie vor langer, langer Zeit in meine Lungen gedrungen, hat die Alveolen zerschlagen und jetzt atme ich Glasstaub. Mit jedem Atemzug verrecke ich ganz langsam an dem Blut in meinen Lungen. 
Wenn Glas kaputt ist, ist nichts mehr zu machen. So kleine Scherben lassen sich nicht kleben, vor allem dann nicht, wenn man schon gar nicht mehr weiß, wie das heile Bild denn auszusehen hatte. 
Vielleicht sollte ich noch eine Reihe Kakteen pflanzen. Sonst dringt nachher noch einmal jemand oder etwas in mich und trifft meinen Magen, was mach ich denn dann? 
Mein Mund schmeckt doch jetzt schon nach totem Blut. Mit einer Bruchstelle lässt es sich überleben, aber mit zwei? 
Ja, besser wärs, gute Idee. 
Entschuldigt mich, das kleine Mädchen muss jetzt gehn, Kakteensaat kaufen.

 

 

 

Eine Geschichte aus Amerika. Etwas zum Nachdenken.

Jack fuhr von der Arbeit nach Hause. Riesenhunger, geschlaucht vom Stress, und ein bisschen schneller als erlaubt. Hinter ihm die Polizei. Jack dachte: das ist jetzt schon das zweite mal in diesem Monat, dass ich erwischt werde. Was mich das wieder kosten wird?  Jack fuhr rechts ran, hinter ihm das Polizeiauto. Jack erkannte den Polizisten. War das nicht der Mann, der jeden Sonntag neben ihm in der Kirche saß? Gerade er musste Jack erwischen. Das tat weh! Auch Bob erkannte sein Gegenüber.
Jack stieg aus. "Hey Bob. Ich weiß, bin ein bisschen zu schnell unterwegs gewesen. Aber Diane, meine Frau, hat am Telefon etwas von Roatbeef mit Bratkartoffeln gesagt. Und, es ist schon spät, die Kinder, sie warten alle."
Bob lächelte nicht. Er schrieb. Jack stieg verlegen von einem Bein auf das andere.
Bob sagte "Und nun steig in dein Auto, Jack". Jack stieg ein, er öffnete das Fenster etwas. Gerade so weit, dass Bob ihm den Zettel durchstecken konnte. Jack nahm den Zettel und bedankte sich. Er schloss das Fenster. Aber er fuhr nicht gleich los. Er schaute noch in den Rückspiegel und sah Bob in das Polizeiauto steigen. 
Als er dann den Zettel auseinanderfaltete staunte er nicht schlecht. Es war gar kein Strafzettel! Jack las, was auf dem Zettel stand. 
Auch ich hatte eine kleine Tochter, sie ist lange schon tot. Ein Autofahrer, der zu schnell unterwegs war, hat sie niedergefahren. Nun kann ich mein kleines Mädchen nicht mehr in die Arme schließen. Ich muss warten, bis ich eines Tages selber in den Himmel komme.
Jack wurde ganz traurig. Bob tat ihm sehr leid. Und er dachte an seine eigenen Kinder. War es wirklich so wichtig, ob er jetzt ein paar Minuten später heimkommt?  
Und von diesem Tag an fuhr Jack kein bisschen mehr zu schnell.

 

 

 

Das Bäumchen und der Vogel

Es geschah einmal, dass aus der Erde ein Pflänzchen herauswuchs. Es freute sich so sehr über das Licht und die Luft, dass es sich mit allen Kräften entfaltete und größer und größer wurde. Bald konnte man sehen, wie ein kleiner Baum dastand mit zarten Zweigen und Blättern in einem wunderschönen Grün. Eines Tages ließ das Bäumchen seine Blätter traurig hängen, und auch die Äste neigten sich zur Erde. Ein Vogel, der in dieser Gegend gerne in den Zweigen der Bäume sang, merkte das, flog herbei und fragte den jungen Baum, was geschehen sei. "Ach", klagte dieser, "ich will nicht mehr wachsen. Wenn ich alle die schönen, großen und starken Bäume um mich sehe, wie sie ihre mächtigen Zweige gegen den blauen Himmel recken, dann denke ich: das schaffst du nie!" Der Vogel wiegte sich eine Weile auf dem noch sehr biegsamen Ast, auf den er sich gesetzt hatte, und dachte nach. Dann sagte er: "Du musst Geduld haben. Jeden Tag bekommst du so viel Sonne, Regen und Wind, wie du brauchst. Und auch ich werde in deinen jungen Zweigen singen, gerade so viel, wie du brauchst, um glücklich zu sein."

 

 

 

Ich wurde ausgesetzt

Ich bin ein kleiner Hund. Ich war obdachlos. Mein lautes, klagendes Gebell klang durch die Nacht. Man hat mich auf eienem Autobahnrastplatz gefunden. Ich wurde einfach im Stich gelassen von meinem Herrchehn! Ich, der meinem Besitzer treu zur Seite stand, allein gelassen. Mein Bellen wurde immer schwächer, ich hatte Hunger und Durst, aber es war niemand da, der mir etwas gab. Mein Hundeleben hatte ich zu diesem Zeitpunkt schon aufgegeben. Und dann kam die Rettung. Männer in orangeschwarzer Kleidung standen auf einmal vor mir. Sie waren von der Feuerwehr, wobei einer der Männer immer sagte, braver Hund, braver Hund. Ich glaube, der hatte ganz schön Respekt vor mir.  
Aber ich bin sowieso schon zu schwach gewesen, um Gegenwehr zu zeigen. Plötzlich pakcten mich zwei riesengroße Hände und legten mir eine Leine ans Halsband. Man schob mich in einen großen roten Wagen. So war ich für kurze Zeit hinter Gittern. Meine traurigen Augen blickten durch die Stäbe und meine Gedanken waren: " Was wollen die von mir? Sind es vielleicht gute Menschen, die mir helfen wollen?" Mein Hundeherz fing an zu pochen. Dann fing auch noch das große Ding an zu fahren, aber ich wusste nicht wohin. In den Kurven wurde mir schlecht, und auf meinen schwachen Hundebeinen konnte ich kaum noch stehen. Ich rutschte in dieser Situation auf meinem Hundepopo hin und her. Endlich wurde die Fahrt immer langsamer, und es wurde plötzlich ganz still. Ich vernahm Stimmengewirr, und schon öffnete sich eine kleine Türe, und die Sonnenstrahlen blitzen mir in die Augen. Meine ersten Hundegedanken waren, wo bin ich und was gechieht jetzt mit mir? Meine Hundenase nahm Gerüche wahr, die mir sagten, hier muss es noch mehr meiner Artgenossen geben. Nun, ich wartete die Dinge ab! Oh, ein kleines Bäumchen. Ich konnte nahc der langen Fahrt endlich mein Haxerl heben und markierte gleich diesen mir so fremden Bereich. Vor mir war ein großes gelbes Gebäude, das die Menschen 'Tierheim' nennen. Eine etwas seltwsam gekleidete Frau in weiß nahm sich meiner an. Sie führte mich in einen Raum, wo ich auf den Tisch gelegt wurde. Von allen Seiten wurde ich betrachtet. Ohren und Maul untersucht, und dann kam sie mit so einem komischen Gerät, das sie mir ins Hinterteil stach. Sie nannte es Impfung. Dann gings ab in einen Raum, wo ich mit lautem klangendem Gebell und traurigem Gewinsel empfangen wurde. Mit guten und beruhigenden Worten sperrte man mich in einen mit dicken Eisenstangen abgeteilten kleinen Raum.                                                                                    Wenn nur dieses laute Bebell nicht gewesen wäre, so hätte ich wenigstens nach dieser abenteuerlichen Reise schlafen können. Doch dieses Bellen war klagend, traurig, gemischt durch Angst. Ein Aufschrei an die Menschen, die unserer Tierseele soviel Leid zugefügt haben. Abends ermüdeten auch diese Tierlaute und ich schlief ein. Aber kaum wurde es hell am Morgen, geng es schon wieder los. Nur mein kleiner Freund neben mir sah mich verängstigt an. Na du Großer, lässt du mich in Ruhe oder muss ich mich vor dir ängstigen? Anschlieißend durften wir durch den Hinterausgang ins Freie, lund da ging es erst richtig los. Jeder unserer Artgenossen wurde beschnüffelt und durch ein Schwanzwedeln zeigte man an, dass man sich freundlich gesinnt ist. Als unser Ausflug ins Freie vorbei war, gab es Futter und Wasser.                                                                                                                                       Die Tage vergingen und nachts, in meinen Hundeträumen, sah ich immer eine große Wiese, wo ich nach Herzenslust umhertollen konnte, und wo ich mich wohl fühlte. Auf einmal hektisches Treiben auf den Gängen, Leute waren gekommen und sahen uns mit großen Augen an und wechselten Worte wie: "Der ist zu groß" und "Ach ist der süß". Ich wusste nicht, was das bedeuten sollte. Vor meinem Zwinger stand plötzlich ein Mensch und ich hörte, wie dieser sagte:"Den nehm ich und sonst keinen anderen." Für mich war es eine angenehme Stimme, und sie gab mir auch Vertrauen. Ich dachte mir: "Endlich hat das Eingesperrtsein ein Ende" Plötzlich öffnete sich meine kleine Tür in die Freiheit. Hände, die mich nach so langer Zeit streichelten. Bevor wir dieses Haus verließen wurden noch Formalitäten erledigt. Dann gings ab in ein neues Zuhause. 

 

 

 

 

Die Puppe

Wie immer in Eile und wie immer im letzten Moment vor Weihnachten fuhr ich ins Schoppingcenter, damit ich auch ja alle Geschenke kaufen konnte.

Wie gewohnt zu dieser Zeit war alles überfüllt und ich ärgerte mich, dass ich immer im letzten Moment meine Einkäufe tätigte. „Das wird Stunden dauern und dabei habe ich doch noch so viel zu tun.“

In Gedanken versunken dachte ich mir: „Ach wäre doch dieser Stress bald vorbei.“ Nachdenklich lief ich umher und plötzlich befand ich mich in der Spielzeugabteilung. Ich ärgerte mich über die hohen Preise und überlegte, ob die Kinder wirklich mit solch teurem Spielzeug verwöhnt werden müssen.

Ich schaute umher und sah eine ca. fünfjährigen, dunkelhaarigen Jungen, der verzweifelt eine kleine Puppe an sich presste. Er streichelte die Haare der Puppe und sein Blick war unendlich traurig. Ich fragte mich in Gedanken, für wen wohl diese Puppe sei, die er so innig an sich drückte.

Der Junge drehte sich zu einer älteren Frau und fragte sie: „Oma, bist du sicher, dass wir nicht genug Geld haben, um diese Puppe zu kaufen?“ Die Frau antwortete gütig: „Du weißt, dass du nicht genug Geld hast, diese Puppe zu kaufen, mein Liebling.“ Dann teilte sie ihm mit, dass sie schnell in die Kleiderabteilung gehe, er solle hier auf sie warten.

Der schwarzhaarige Junge blieb stehen und presste weiterhin die Puppe an sich. Ich ging nun in seine Richtung und fragte ihn, für wen diese wunderbare Puppe sein. Traurig antwortete er: „Das ist die Puppe, welche meine Schwester so bewunderte und die sie sich so innig zu Weihnachten wünschte. Sie war überzeugt, dass sie diese Puppe vom Vater bekommen würde. Aufmunternd sagte ich zu ihm: „Ich bin überzeugt, dass dein Vater ihr die Puppe schenken wird.“ Tränen quollen aus seinen Augen und er antwortete: „Nein, Papa kann die Puppe nicht hinbringen, wo jetzt meine Schwester weilt. Ich muss diese Puppe unbedingt meiner Mutter geben, sie kann sie meiner Schwester geben, wenn sie dort ankommt.“

Und wieder kollerten Tränen aus seinen Augen. „Meine Schwester musste für immer weggehen. Mein Papa sagt, dass auch meine Mama bald weggehen wird zu meiner Schwester. So dachte ich, dass vielleicht die Mama sie mitnehmen kann und meiner Schwester übergeben.“

Mein Herz drohte still zu stehen! Traurig schaute mich das Kind an und flüsterte: „Ich sagte zu meinem Papa, dass er der Mutter sagen soll, sie soll noch nicht weggehen bis ich vom Shoppingcentger zurück bin, damit ich ihr die Puppe geben kann und jetzt kann ich sie nicht kaufen!“ Er zeigte mir ein Foto von sich und seiner Schwester, ein lächelndes und hübsches Mädchen und sagte: „Meine Mutter wird auch dieses Foto mitnehmen damit sie mich nie vergessen wird.“

„Ich liebe meine Mutter so sehr und möchte nicht, dass sie weggeht, aber der Papa sagt, dass sie gehen muss damit meine Schwester nicht so allein ist.“ Und wieder schaute er so traurig auf die kleine Puppe. Schnell griff ich in die Tasche und holte einige Geldscheine heraus. Aufmunternd sagte ich zum Burschen: „Wollen wir nicht noch einmal zusammen das Geld zählen, vielleicht reicht es doch für die Puppe!“

Unauffällig legte ich meine Geldscheine zu seinem Geld und begann mit ihm zusammmenzuzählen. Natürlich hatte er jetzt genug Geld und es blieb sogar etwas übrig! Befreit lachte er und sagte: „Danke, danke lieber Gott, dass du mir genug Geld gegeben hast,damit ich die Puppe kaufen kann.“

Er schaute mich gllücklich an und sagte „Gestern noch, vor dem Einschlafen, habe ich zu Gott gebetet, dass er mir hilft, genug Geld zu haben, damit ich die Puppe kaufen kann. Jetzt kann die Mama die Puppe zu meiner Schwester bringen. Gott hat mich gehört. Jetzt habe ich sogar noch Geld damit ich eine gelbe Rose für meine Mama kaufen kann! Meine Mama liebt gelbe Rosen über alles.“

Bald darauf erschien seine Großmutter wieder und ich entfernte mich unauffällig. Ich beendete meine Einkäufe und mein Ärger war vergangen. Ich konnte diesen Knaben nicht aus meinen Gedanken entfernen.

Zu Hause erinnerte ich mich plötzlich: Vor zwei Tagen las ich einen Bericht in der Lokalzeitung, ein betrunkener Lastwagenfahrer fuhr mit voller Wucht in einen Kleinwagen. Im Wagen befanden sich eine junge Frau und ein Mädchen. Das Mädchen verstarb noch an der Unfallstelle und die Mutter war in hoffnungslosem Zustand im Spital. Sie wurde mit Maschinen am Leben erhalten. Die Familie hatte beschlossen, die Apparate abstellen zu lassen, da absolut keine Chance bestand, dass sie aus dem Koma erwachen würde.

Ich fragte mich, ob dies die Familie des jungen Burschen wäre? Einige Tage später erfuhr ich aus der Zeitung vom Tod der jungen Frau. Impulsiv entschloss ich mich, einige gelbe Rosen zu kaufen und fuhr zum Friedhof, wo die junge Frau im offenen Sarg lag. Auf ihrer Hand lag eine Gelbe Rose, auf der Brust lag die Puppe und das Foto, das mir der Knabe gezeigt hatte.

Weinend verließ ich den Friedhof! Ich fühlte, etwas hatte mein Leben für immer verändert. Die innige Liebe dieses Jungen zu seiner Mutter und seiner Schwester blieb bis heute in meiner Erinnerung. Es ist so hart, festzustellen, dass innerhalb weniger Sekunden ein Betrunkener all dies dem Knaben entrissen hat.

 

 

 

 

10 Fragen, die dir unser Gott ganz bestimmt nicht so stellen wird:

1.Er wird dich niemals fragen, welche Automarke du gefahren bist. Er wird dich aber fragen, wieviele bedürftige Menschen du darin mitgenommen hast.

2. Unser Gott wird dich niemals fragen, wieviele Quadratmeter dein Haus hatte, sonder wieviele Menschen du dort  mit gutem Herzen aufgenommen hast!  

3. Unser Gott wird dich niemals fragen, welche Kleidung du getragen hast, sondern wievielen Menschen du Kleidung gegeben hast!

4. Unser Gott wird dich niemals fragen, wieviel Geld du verdienst hast, sondern auf welche Art und Weise du es bekommen hast!

5. Unser Gott wird dich niemals fragen, welchen Beruf du gehabt hast, sondern ob du darin auch all dein Wissen und deine Liebe weitergegeben hast.

6. Unser Gott wird dich niemals fragen, wieviele Freunde du gehabt hast, sondern wievielen Menschen und ein aufrichtiger, richtiger Freund warst!

7.   Unser Gott wird dich niemals fragen, wer dein Nachbar war, sondern was für ein Nachbar du gewesen bist!

8. Unser Gott wird dich niemals nach deiner Hautfarbe fragen, sondern nach deinen inneren Werten und deinem Chrarakter.

9.   Unser Gott wird dich nicht fragen, warum es so lange dauerte, bis du zu ihm gefunden hast, sondern er wird dich bei der Hand nehmen und in sein Himmelreich führen. 

10. Unser Gott wird dich niemals fragen, wievielen Menschen du diese Botschaft weiterschickst, er weiß es schon!  

     

 

 

Ich hatte dich lieb

Am Morgen bist du sehr früh aufgestanden und hast die Koffer gepackt. Du nahmst meine Leine, was war ich glücklich! Noch ein kleiner Spaziergang vor dem Urlaub - Hurra! Wir fuhren mit dem Wagen und du hast am Straßenrand gehalten. Die Tür ging auf und du hast einen Stock geworfe. Ich lief und lief bis ich den Stock gefunden und zwischen meinen Zähnen hatte, um ihn dir zu bringen. Als ich zurückkam warst du nicht mehr da! Ich Panik bin ich in alle Richtungen gelaufen um dich zu finden, aber ich wurde immer schwächer. Ich hatte große Angst und großen Hunger. Ein fremder Mann kam, legte mir ein Halsband um und nahm mich mit. Bald befand ich mich in einem Käfig und wartete dort auf deine Rückkehr. Aber du bist nicht gekommen. Dann wurde mein Käfig geöffnet. Nein, du warst es nicht, es war der Mann, der mich gefunden hatte. Er brachte mich in einen Raum - es roch nach Tod! Meine Stunde war gekommen.  Geliebtes Herrchen, ich will, dass du weißt, dass ich mich trotz allen Leides, das du mir angetan hast,  immer noch an dein Bild erinnere. Und falls ich noch einmal auf die Erde zurückkommen könnte, würde ich auf dich zulaufen, denn ICH HATTE DICH LIEB!

Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, solange müssen Tiere fühlen, dass Menschen NICHT DENKEN!

 

 

 

Das Paradoxe unserer Zeit

Heute haben wir größere Häuser, jedoch kleinere Familien, mehr Bequemlichkeit, aber weniger Zeit.

Wir haben einen höheren Bildungsgrad mit mehr Wissen, aber weniger gesunden Menschenverstand und Urteilsvermögen.

Wir haben mehr Experten, aber auch mehr Probleme, mehr Medizin, aber weniger gute Gesundheit.

Wir geben uns zu unbekümmer; Lachen zu wenig, werden zu schnell ärgerlich, stehen zu spät auf, lesen zu wenig, sehen zu viel TV und sind weniger rücksichtsvoll.

Wir haben unsere Besitztümer multipliziert, aber unsere Werte reduziert. Wir reden zu viel, lieben zu wenig und lülgen zu oft.

Wir haben gelernt, wie man den Lebensuterhalt verdient, aber nicht das Leben. Wir haben Jahre zu leben, aber nicht dem Leben Jahre hinzuzufügen.

Wir haben höhere Gebäude, aber niedrigere Temperamente, breitere Straßen aber schmalere Standpunkte.

Wir geben mehr aus, aber haben weniger. Wir haben die genze Strecke zum Mond und zurück geschafft, aber wir haben Mühe, die Straße zu überqueren, um unsere Nachbarn zu treffen.

Wir haben das Atom, nicht aber unsere Vorurteile gespalten.

Wir schreiben mehr, lernen weniger, planen mehr, aber vollenden weniger. Wir haben gelernt zu eilen, aber nicht zu warten.

Wir haben mehr Einkommen, aber niedrigere Moral.

Wir bauen mehr Computer, um mehr Informationen zu halten, mehr Kopien zu erzeugen, aber um weniger persöniche Komunikation zu haben.

Wir haben mehr Quantität statt Qualität.

Dies sind die Zeiten des Fast Foods und der großen Männer mit wenig Charakter.

Mehr Freizeit, aber weniger Spaß, mehr Arten der Nahrung, aber weniger Ernährung, zwei Einkommen, aber mehr Scheidungen, schönere Häuser, aber kein Heim.

Deshalb hebe nichts für spezielle Gelegenheiten auf, sondern betrachte jeden Tag den du lebst, als spezielle Gelegenheit.

Das Leben sind Momente des Genusses und nicht Momente zum Überleben.

Erkenne, dass jeder Tag, jede Stunde, jede Minute, einmalig ist.

 

 

 

 

Weißt du.............

Weißt du, dass die Menschen, die als stark erscheinen, in Wirklichkeit oft sehr schwach sind? Weißt du, dass Menschen, die viel damit beschäftigt sind, andere zu beschützen es eher nötig haben, dass sie von anderen beschützt werden? Weißt du auch, dass die schwierigsten Sätze die folgenden sind:  Ich liebe dich - Es tut mir leid - Hilf mir. Weißt du, dass die Leute, die sich rot kleiden, oft das meiste Selbstvertrauen haben? Weißt du, dass Leute, die sich gelb kleiden, am meisten ihre Schönheit genießen? Weißt du, dass Leute, die sich in schwarz hüllen, die meiste Aufmerksamkeit erwarten? Weißt du auch, dass, wenn du jemandem hilfst, diese Hilfe doppelt zurückkommt? Weißt du, dass es einfacher ist, wenn du etwas auf dem Herzen hast, dieses brieflich mitzuteilen, als es jemandem ins Gesicht zu sagen? Aber weißt du auch, dass es mehr Wert hat, wenn es gesprochen wird? Weißt du aber auch, dass deine Wünsche eher erfüllt werden, wenn du aufrichtig fragst? Weißt du auch, dass deine Träume wahr werden können,wenn du danach fragst sich zu verlieben, gesund zu bleiben, reich  zu werden? Du wirst überrascht sein, was das Schicksal für dich hat, wenn du aufrichtig bist. Aber glaube nicht alles, was ich hier erzähle, bevor du es selbst auspobiert hast. Wenn du jemanden kennst, der Hilfe braucht, und du hilfst wirklich, wirst du sehen, dass deine Güte mehrfach zurückkommt.

   

 

 

Gedanken

Manchmal sind Gedanken so schwer, man fühlt sein eigenes Leben nicht mehr. Manchmal platzt den Herz fast vor Glück, auch dieses Gefühl macht manchmal verrückt! Manchmal scheint alles so unscheinbar, manchmal sucht man nach dem Sinn. Man fragt sich manchmal, wie krieg ich das hin? Manchmal zu laut und manchmal zu still, doch manchmal auch so wie man es will. Manchmal ganz oben und manchmal ganz unten, manchmal ist das Glück an Schmerz gebunden. Doch manchmal, da merkt man ganz tief in sich drin: es hat doch alles einne Sinn! Manchmal sind Gedanken so schwer..................    

 

 

 

Die Sonnenblume und der Spatz

Zwischen einer alten Holzkiste und einer Waschmitteltonne wuchs eine kleine Sonnenblume. Um sie herum lag nur Müll und Abfall. Sie war die einzige Blume weit und breit. Warum die Sonnenblume ausgerechnet hier wuchs, das wusste keiner. Die Blume war oft sehr traurig. Und Nachts träumte sie von saftigen Wiesen, von bunten Blumen, Feldern und von Schmetterlinlgen, die um sie herumflogen.

Eines Tages setzte sich ein kleiner, zerzauster Spatz vor die Sonnenblume und bestaunte sie mit offenem Schnabel: "Wie schön du bist, wie wunderschön" piepste der Spatz. "Das bin ich nicht," entgegnete die Sonnenblume traurig." Du müsstest mal meine Schwestern sehen, die sind zehn mal so groß, ich aber bin klein und hässlich" "Für mich bist du die Schönste", zwitscherte der Spatz trotzig und flog davon. Der Vogel besuchte die Blume nun jeden Tag. Und jeden Tag wuchs die Sonnenblume ein Stück höher, und ihre Blüte leuchtete jeden Tag ein bisschen mehr. Sie wurden Freunde. Aber eines Tages blieb der Spatz aus. Er kam auch am nächsten Tag nicht, und die Blume machte sich große Sorgen. Als sie am anderen Morgen aufwachte, lag der Spatz mit ausgestreckten Flügeln vor ihr. Wie erschrak sie da. "Bist du tot, mein kleiner Freund? Was ist passiert?" Langsam schlug der Vogel die Augen auf. "Ich habe seit Tagen auf der Müllhalde nichts mehr zu Fressen gefuden. Jetzt ist meine Kraft am Ende. Ich bin zu dir gekommen, um bei dir zu sterben". "Nein, nein!" rief die Sonnenblume. "Warte einen Moment!" Sie neigte ihre schwere Blüte nach unten, und schon fielen die Sonnenblumenkerne auf die Erde. "Pick sie auf, mein kleiner Freund, sie werden dir neue Kraft geben." Der Spatz pickte mit letzter Kraft ein paar Körner und blieb dann erschöpft liegen. Am nächsten Morgen aber fühlte er sich wieder stark und kräftig. Er wollte sich bei der Sonnenblume bedanken, aber wie erschrak er, als er sie sah! Die gelben Blütenblätter waren schlaff geworden und die Blätter hingen kraftlos herunter. "Was ist mit dir, Blume?" piepste der Spatz erschrocken. "Mach dir keine Sorgen" sagte die Sonnenblume da. "Meine Zeit ist zu Ende. Weißt du, ich dachte immer, dass ich umsonst auf dieser Müllhalde stehe. Aber jetzt weiß ich, dass alles seinen Sinn hat, auch wenn wir es manchmal nicht gleich begreifen. Ich hätte ohne dich den Lebensmut verloren und du ohne mich dein Leben. Und schau, es liegen noch viele Kerne auf der Erde. Lass einige liegen, und viellelicht werden eines Tages hier viele Sonnenblumen blühen und viele zerzauste Spatzen mit bunten Schmetterlingen um die Wette fliegen."  

 

 

 

Die sieben Weltwunder

Eine Schulklasse wurde gebeten, zu notieren, welches für sie die sieben Weltwunder wären. Folgende Rangliste kam zustande: 1. Pyramiden von Gize, 2. Taj Mahal, 3. Grand Canyon, 4. Panamakanal, 5. Empire State Building, 6. St. Peters Dom im Vatikan, 7. Große Mauer China

Die Lehrerin merkte beim Einsammeln der Resultate, dass eine Schülerin noch am Arbeiten war. Deshalb fragte sie das Mädchen, ob sie Probleme mit ihrer Liste hätte.

Sie antwortete: „Ja, ich konnte meine Entscheidung nicht ganz treffen. Es gibt so viele Wunder.“

Die Lehrerin sagte „Nun, teile uns das mit, was du bisher hast und vielleicht können wir ja helfen.“

Das Mädchen zögerte erst und las dann vor:

Für mich sind das die sieben Weltwunder:

1.Sehen, 2. Hören, 3. sich berühren, 4. Riechen, 5. Fühlen, 6. Lachen, 7. Lieben

Im Zimmer wurde es ganz still. Diese alltäglichen Sachen, die wir als selbstverständlich betrachten und oft gar nicht realisieren, sind wirklich wunderbar. Die kostbarsten Sachen im Leben sind jene, die nicht gekauft und nicht hergestellt werden können. Beachte es, genieße es, lebe es und gib es weiter.

 

 

 

Der Regenbogen

Vor langer Zeit begannen die Farben dieser Welt zu streiten. Jede behauptete von sich, sie sei die Beste, die Wichtigste, die Nützlichste oder die Beliebteste.

Grün sagte: "Natürlich bin ich die Wichtigste. Ich bin das Symbol für Leben und Hoffnung. Ich wurde auserwählt für alle Pflanzen, für das Gras,  die Bäume und die Blätter. Ohne mich würde alles sterben. Schaut euch nur in der Landschaft um und ihr werdet erkennen, dass ich recht habe."

Blau unterbrach: " Du denkst nur an die Erde, aber betrachte doch den Himmel und das Meer. Es ist das Wasser, das die Basis für alles Leben darstellt und aus den Tiefen des Meeres in die Wolken steigt. Der Himmel gibt, in seiner Unendlichkeit, Raum für Frieden. Ohne Frieden wäret ihr sehr viel ärmer."

Da erhob sich Purpur zu seiner vollen Größe und sprach: "Ich bin die Farbe der Macht. Fürsten, Könige, Häuptlinge und Bischöfe haben meine Farbe gewählt, weil ich das Symbol für Autorität und Weisheit bin. Niemand zweifelt an mir, man hört zu und gehorcht."

Gelb lachte in sich hinein: "Ihr seid alle so ernst. Ich bringe Lachen, Fröhlichkeit und Wärme in die Welt. Die Sonne ist gelb, der Mond ist gelb, die Sterne sind gelb und eine Sonnenblume bringt die Welt zum Lächeln Ohne mich gäbe es keine Freude."

Als nächstes begann Orange ihr Lob zu singen: "Ich bin die Farbe der Gesundheit und der Erneuerung. Ich mag rar sein, aber kostbar, denn ich diene den Bedürfnissen menschlichen Lebens. Ich überbringe die wichtigsten Vitamine, denkt nur an all die Früchte dieser Welt. Ich bin nicht ständig da und überall, aber wenn ich den Himmel zum Sonnenauf- und Sonnenuntergang einfärbe, ist meine Schönheit so eindrucksvoll, dass niemand einen Gedanken an euch verschwenden wird. "

Schließlich sprach Indigo, viel leiser als all die anderen, aber bestimmt: "Denkt an mich. Ich bin die Farbe der Stille. Ihr nehmt mich kaum wahr, aber ohne mich würdet ihr alle oberflächlich sein. Ich repräsentiere Gedanken, Ideen und Betrachtungen, auch Zwischentöne. Ihr braucht mich für das Gleichgewicht und den Kontrast im Leben. Für den Glauben, die stillen Momente und den inneren Frieden!"

Rot konnte sich nicht länger zurückhalten und rief: "Ich bin der Herrscher über alles. Ich bin das Blut und das Leben. Ich bin die Farbe der Gefahr und der Tapferkeit. Ich bin das Feuer. Aber ich bin auch die Farbe der Leidenschaft und der Liebe, der Rose und der Mohnblume. Ohne mich wäre die Erde so trist wie der Mond"

Und so fuhren die Farben fort zu prahlen, jede von ihrer eigenen Erhabenheit überzeugt. Ihr Streit wurde immer lauter. Plötzlich war da ein heller Blitz und grollender Donner, Regen prasselte schonungslos auf sie nieder. Die Farben drückten sich voller Furcht aneinander, um sich zu schützen.

Der Regen wandte sich nun an die still gewordenen Farben und sah dabei jede einzelne an. "Ihr dummen Farben streitet untereinander und versucht, den anderen zu übertrumpfen. Wisst ihr nicht, dass jede von euch für einen ganz bestimmten Zweck geschaffen wurde? Jede Farbe ist einzigartig auf dieser Welt und etwas ganz besonderes. Reicht euch die Hände und kommt zu mir."

Sie taten, wie ihnen geheißen. Sie kamen zusammen und reichten sich die Hände. Der Regen fuhr fort: "Von nun an, wenn es regnet, erstreckt sich jede von euch in einem Bogen über den Himmel, um daran zu erinnern, dass ihr alle in Fireden miteinander leben könnt. Der Regenbogen ist ein Zeichen der Hoffnung und der Versöhnung."

 

 

 

 

Oups - König des Herzens

Hand in Hand spazierten Oups und Oupsinchen an einem Strand am Meer. "Komm, lass uns eine Sandburg bauen", sagte Oups und begann auch schon im Sand zu wühlen. Oups grub und schaufelte mit solcher Begeisterung, dass auch Oupsinchen Lust bekam, mitzuhelfen. Die ersten Formen der Burg waren bald zu erkennen. Die beiden hatten richtig Spaß. Sie fühlten sich wie kleine Kinder beim Sandspielen. Bald war die Burg so groß, dass man darin stehen konnte. Da staunten sogar die Fische, die immer wieder aus den Wellen hüpften, um Oups und Oupsinchen beim Bau zu beobachten. Als die Sandburg fertig war, ritzte Oups mit dem Finger noch ein Herz in die Burgmauer. "Das ist unser Wappen", sagte er und freute sich über das gelungene Bauwerk. "Sie ist wunderschön. Eine wahrlich königliche Burg", schwärmte Oupsinchen. Sie verbeugte sich vor Oups, der mitten in der Sandburg stand.

"Jetzt bist du mein König." Oups musste lachen und verbeugte sich ebenfalls. "Ja, meine Königin! Es war schon immer mein Wunsch, einmal ein König hier bei den Menschen zu sein. Ein König mit einer wundervollen Burg." Oupsinchen schmunzelte. "Ach so? Warum? "  "Weißt du", antwortete Oups, "ein König ist reich an Schätzen und kann über ein ganzes Land bestimmen. So könnte ich dafür sorgen, dass es vielen Menschen besser gehen würde. Als König könnte ich meine Schätze unter den Armen verteilen, so dass alle genug zu essen hätten und warme Kleider kaufen könnten. Dann bräuchte niemand mehr zu hungern oder frieren." Oupsinchen nickte zustimmend, während Oups überlegte, was er als König noch tun könnte, damit es allen Menschen in seinem Reich gut gehen würde.  Doch ganz plötzlich wurde er jäh aus seinen Gedanken gerissen. Eine große Welle schwappte über die Burg hinweg und spritzte ihn von unten bis oben nass. Als sich das Wasser wieder ins Meer zurückgezogen hatte, war von der schönen Burg nur mehr ein großer Sandhaufen übrig geblieben. Patschnass und traurig blickte er auf die zerstörte Burg. "Sie war kaum fertig - und jetzt ist alles zerronnen", seufzte er tief enttäuscht. Oupsinchen gab ihm einen tröstenden Kuss. "Du bist trotzdem mein König - der König meines Herzens. Ich liebe dich auch ohne Burg, ohne Reich, ohne Schätze.... Du weißt ja... mit anderen teilen können wir auch wenn wir kein Königreich besitzen."

 

 

 

Zwei Engel

Zwei reisende Engelmachten Halt, um die Nacht im Hause einer wohlhabenden Familie zu verbringen. Die Familie war unhöflich und verweigerte den Engeln, im Gästezimmer des Hauses auszuruhen. Anstelle dessen bekamen sie einen kleinen Platz im kalten Keller. Als sie sich auf dem harten Boden ausstreckten, sah der ältere Engel ein Loch in der Wand und reparierte es. Als der jüngere Engel fragte, warum, antwortete der ältere Engel. „Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen.“

In der nächsten Nacht rasteten die beiden im Haus eines sehr armen, aber gastfreundlichen Bauern und seiner Frau. Nachdem sie das wenige Essen, das sie hatten, mit ihnen geteilt hatten, ließen sie die Engel in ihrem Bett schlafen. Als die Sonne am nächsten Tag den Himmel erklomm, fanden die Engel den Bauern und seine Frau in Tränen. Ihre einzige Kuh, deren Milch ihr alleiniges Einkommen gewesen war, lag tot auf dem Feld. Der jüngere Engel wurde wütend und fragte den älteren Engel, wie er das habe geschehen lassen können. „Der erste Mann hatte alles, trotzdem halfst du ihm“, meinte er anklagend. „Die zweite Familie hatte wenig, und du ließest die Kuh sterben!“ „Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen“, sagte der ältere Engel. „Als wir im kalten Keller des Haupthauses ruhten, bemerkte ich, dass Gold in diesem Loch in der Wand steckte. Weil der Eigentümer so von Gier besessen war und sein glückliches Schicksal nicht teilen wollte, versiegelte ich die Wand, sodass er es nicht finden konnte. Als wir dann in der letzten Nacht im Bett des Bauern schliefen, kam der Engel des Todes, um seine Frau zu holen. Ich gab ihm die Kuh anstatt der Frau. Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen.“

Manchmal ist das genau das, was passiert, wenn die Dinge sich nicht als das entpuppen, was sie sollten. Wenn du Vertrauen hast, musst du dich bloß darauf verlassen, dass jedes Ergebnis zu deinem Vorteil ist. Du magst es nicht bemerken, bevor ein bisschen Zeit vergangen ist….

 

 

 

Der kleine Adler lernt fliegen

Der kleine Adler hockte mit seinen Geschwistern im Nest. Das Nest klebte auf einer Felsspitze. Der Felsen war hoch und gefährlich. Adlern macht das nichts. Sie haben starke, breite Schwingen. Sie können fliegen, sich von der Luft tragen lassen, stundenlang. Der kleine Adler hatte noch nicht so große und starke Flügel. Er war noch jung. Er konnte noch gar nicht fliegen. Das Fliegen musste er erst noch lernen.

Er schaute über den Nestrand nach unten. Es war wirklich sehr tief. Junge Adler lernen das Fliegen von den Eltern.

„Versuch’s!“ forderte eines Tages die Adlermutter ihr Kind auf. „Ich trau mich nicht!“ „Ich werde dir helfen, wenn du nicht mehr kannst.“ „Ich hab aber Angst.“ „Wenn man etwas Neues lernt, hat man okft Angst, aber ich bin da. Ich helfe dir, wenn du mich brauchst.“ „Ich weiß nicht!“

Eines Tages traute er sich, er stand auf dem Nestrand, schaute zurück in sein warmes, weiches Kinderzimmer, dann aber hob er die Flügel hoch und sprang vom Nestrand hinunter. Er schlug mit den Flügeln, schrie ängstlich und dachte: „Ich stürze! Ich falle!“ Die Kräfte verließen ihn schon.

„Hilfe!“ schrie er, „Hilfe, ich kann nicht mehr!“ Er stand Todesangst aus. Aber genau in dem Augen blick, als er nach unten zu stürzen drohte, war die Adlermutter unter ihm. Mit seinen Krallen hielt sich der Kleine im Gefieder des großen Adlers fest, fühlte die Wärme der Federn und die Stärke der breiten Schwingen. Und die Adlermutter brachte ihr Junges vorsichtig und liebevoll in einem weiten Bogen ins Nest zurück.

Das machten sie auch am nächsten Tag so. Der kleine Adler wurde immer mutiger und flog immer weiter. Und immer, wenn ihn die Kräfte verließen, immer wenn er dachte: „Jetzt ist es aus mit mir, jetzt stürze ich in die Tiefe!“, dann war die Adlermutter da. Sie war genau unter ihm und fing ihn behutsam auf, um ihn heimzutragen ins Nest.

Und so kam es, dass der kleine, junge Ader keine Angst mehr hatte. Er wusste: „Mir kann gar nichts passieren! Ich muss gar keine Angst mehr haben! Ich kann ruhig losfliegen! Denn wenn es gefährlich wird, trägt mich die Adlermutter“. (Vielleicht war es auch manchmal der Vater, vielleicht haben sie sich abgewechselt.)

 

 

 

 

 

Träume:

Die Träume sind unsere geheimen Wünsche, Ängste oder auch Ahnungen. So heißt es. Gewiss ist, dass wir uns oft an unsere Träume nicht mehr erinnern. Haben wir geträumt? Können wir uns an unseren Traum noch erinnern? Träumen wir in Farbe oder Schwarzweiß?

Solange du träumen kannst hat dein Leben einen Sinn, darum verliere nie die Fähigkeit zu träumen!

Nenne dich nicht arm, nur weil deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind. Arm ist der, der nie geträumt hat.

Alles, was man vergessen hat, schreit im Traum um Hilfe.

Trenne dich nicht von deinen Träumen. Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren, aber aufgehört haben zu leben.

 

Freundschaft

Wahre Freunde erkennt man daran, dass sie auch dann noch da sind, wenn alle anderen sich verabschiedet haben. Wenn es dir schlecht geht, halten wahre Freund zu dir. 

Der einzige Weg, einen Freund zu haben ist der, selber einer zu sein.

Einst fragte die Liebe die Freundschaft:  "Warum gibt es dich?" Darauf antwortete die Freundschaft: "Ich bin da, um die Tränen zu trocknen, die du verursacht hast."

Ein Freund ist ein Mensch, vor dem man laut denken kann.

Wenn es einem schlecht geht, wenn man wirklich jemanden zum Reden braucht, wenn du meinst, dass dein Herz bricht, erst dann erkennt man die wahren Freunde.

Ein bisschen Freundschaft ist mehr wert als die Bewunderung der ganzen Welt.

Freundschaft, das ist eine Seele in zwei Körpern.

Wahre Freunde sind nicht die, mit denen du nur Spaß hast. Wahre Freunde sind die, die mit dir weinen und leiden.

 

Gefühle

Jeder zeigt seine Gefühle anders. Einer schreibt sie auf, der Andere redet darüber. Jeder hat seine eigene Art mit Gefühlen umzugehen. Traurig ist nur, wenn man Gefühle unterdrückt. Sei es, weil man sie unterdrücken muss oder unterdrücken will. Manchmal dürfen wir unsere Gefühle auch nicht zeigen. Es wir von unseren Mitmenschen als Schwäche angesehen, wenn wir über Gefühle reden, unsere Gefühle zeigen. Unseren Kindern wird oft schon eingeredet, dass sie ihre Gefühle für sich behalten sollen. Ist doch Blödsinn! Warum sollten wir unsere Trauer, unsere Liebe für Jemanden oder Etwas, nicht zum Ausdruck bringen?

Wir meinen, wir können unsere Gefühle für uns behalten. Aber, sieh jemandem in die Augen, wenn du mit ihm sprichst. So siehst du, was er fühlt, ob er die Wahrheit spricht. Augen sagen mehr als tausend Worte.

Tränen soll man mit erhobenem Kopf tragen, denn es kommt nicht oft vor, dass jemand noch wahre Gefühle zeigen kann.

Es gibt Dinge, die man nicht versteht. Momente, in denen einem alles egal ist. Träume, die man vergisst. Worte, die einen verletzen. Lieder, die man nicht mehr hören will. Orte, an die man zurückkehren möchte. Einen Menschen, den man sehr vermisst. Erinnerungen, die einem das Herz brechen. Gefühle, die man nicht steuern kann. Tränen, die unweigerlich kommen. Augenblicke, die einem nicht mehr aus dem Kopf gehen. Einiges, das man hätte besser machen können. Tage, an denen man nicht mehr weiter weiß. Stunden, in denen man sich alleingelassen fühlt. Minuten, in denen man begreift, was einem wirklich fehlt. Sekunden, in denen man verzweifelt ist. Es gibt Momente im Leben eines jeden Menschen, da hört die Erde für einen Moment auf, sich zu drehen. Und wenn sie sich dann wieder dreht, wird nichts mehr sein wie vorher. Man sagt, die Zeit heilt alle Wunden, das ist falsch. Man lernt nur, damit zu leben.

Jeder kennt mein Lachen, doch keiner weiß, wie ich fühle. Jeder hört, was ich sage, doch keiner weiß, was ich denke. Jeder liest, was ich schreibe, doch keiner entdeckt meine Tränen. Jeder meint, mich zu kennen, doch keiner weiß, wer ich wirklich bin.

Alle sagen, der Regen ist traurig! Ich finde ihn magisch. Denn er ist das Einzige, das mich dazu bringt, mit erhobenem Kopf durch die Welt zu gehen, wenn meine Augen voller Tränen sind!

 

 

Angst

Wer hat noch nie Angst gehabt? Angst vor Prüfungen, Krankheit, Unfall, Versagen.........  So viele Ängste. Aber, ist wirklich schon jemand aus Angst gestorben? Ist man, wenn man ängstlich ist, wirklich ein Weichei? Es gibt immer einen Ausweg, nur sehen wir ihn nicht gleich.

Der Mut ist wie ein Regenschirm. Wenn man ihn am dringesten braucht, fehlt er einem.

Der größte Fehle, den man im Leben machen kann ist, immer Angst zu haben, einen Fehler zu machen.

 

 

Liebe

Jemanden zu lieben ist ein schönes Gefühl. Liebe sollte man nie sterben lassen.

Liebe hat auch viele Gesichter. Die Liebe zum Partner, mit dem man sein Leben teilt, hat ein anderes Gesicht als die Liebe der Eltern zu ihren Kindern. Oder die Liebe zu einem ganz guten Freund, mit dem man alle Freuden und Leiden teilt. Es gibt nichts schöneres auf Erden als zu Lieben und geliebt zu werden.

Ein kleines Zauberwort auf Erden 
läßt alle Menschen glücklich werden. 
Man kennt es auf der ganzen Welt, 
es ist mehr wert als Gut und Geld. 
Die Herzen öffnet es ganz weit, 
bringt Glück und auch Zufriedenheit. 
Was läßt uns wie auf Wolken schweben? 
Die Liebe - sie gehört zum Leben.

Für den Andern da sein, gemeinsam mit ihm alles erleben.  Liebe kennt keine Altersgrenze. Auch nach vielen Ehejahren kann die Liebe immer noch sehr groß sein. Oder man findet sie wieder neu.

Die Erfahrung lehrt uns, dass Liebe nicht darin besteht, dass man einander ansieht, sondern dass man gemeinsam in gleicher Richtung blickt.

Über alles hat der Mensch Gewalt, nur nicht über sein Herz.

 

Zeit

Wir haben zu wenig Zeit. Zu wenig Zeit für uns, zu wenig Zeit für unsere Arbeit, unsere Kinder. Zeit ist Geld, heißt es immer. Manchen läuft die Zeit davon. Einige haben genügend Zeit, nehmen sich Zeit. Was ist Zeit? Ein Stunde, eine Minute, eine Ewigkeit? Eines steht fest. Wir leben in einer schnelllebigen Zeit.

Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen.

Wir brauchen viele Jahre bis wir verstehen, wie kostbar Augenblicke sein können.

Die Zeit vergeht nicht schneller als früher, aber wir laufen eiliger an ihr vorbei.

 

Tod

Der Tod ist das Ende unseres Lebens. Wir wissen nicht, was uns nach dem Tod erwartet. Angeblich gehen wir durch eine Tunnel auf ein Licht zu. Wer weiß das schon wirklich? Auf jeden Fall gibt es ein Leben nach dem Tod. Denn, sollte er wirklich das endgültige aus sein? Stirbt die Seele? Unvorstellbar!

Der Mensch ist wirklich tot, wenn niemand mehr an ihn denkt.

Der Tod ist nicht das Ende, er ist der erste Schritt ins wahre, befreite Leben.

Die Geburt ist der Eingang, der Tod der Ausgang.

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